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Vintage Racing Series 2009

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Rennberichte 2009

VRS 2009 - Rennbericht 1. Rennen vom 06.03.2009
Nachdem die BSCC erfolgreich in die Saison 2009 gestartet war, war es jetzt an der VRS das erste Rennen der diesjährigen Rennsaison aus zu fahren. Kleinere Änderungen im Reglement sollten zum Einen die im letzten Jahr in einer eigenen Liga fahrenden 917K´s in ihren Dimensionen etwas in die Schranken weisen, zum Anderen ein wenig mehr Details und optisch akkuratere Fahrzeuge an den Start bringen. Insgesamt 19 Fahrer fanden sich am Freitag, 6. März in Pöring ein, um die ersten Punkte für die VRS-Gesamtwertung einzufahren. Sehr erfreulich, dass neben Ralf Grünig, einem äußerst versierten Stamm-fahrer aus der Gruppe 2/4/5 Süd auch HotSlot International mit Sepp Hartmann (AUT), Michael Olfen (GER) und Dali Perkovic (CRO) ins Geschehen einzugreifen versuchten. Ebenfalls sehr erfreulich war in meinen Augen, dass es die VRS geschafft hatte, Tante Käthe aus der PU-Ecke heraus zu eisen und ihn wieder einmal für ein Moosgummi-Rennen zu gewinnen. Sicherlich wären auch Karl-Heinz Daamen, Rainer Sedlmeier, Guido Mertens und Claus Aschenbrenner als Stammfahrer eine Bereicherung für diese tolle Rennserie.  

Doch zurück zum Rennabend und den zahlreichen neuen Fahrzeugen, die einige Teilnehmer auf den Blue Track stellten. Sepp Hartmann und Thomas Müller versuchen sich dieses Jahr auf Ferrari 512 S, Sepp in gelb (heuer auch mit detailliertem Cockpit) und Thomas in einer wunderschönen roten Version.

Ein weiteres Highlight kam aus dem Hause Hollerith, dessen optisch wahrhaft gelungener Ferrari 312 P die Serie ganz sicher bereichert.

 

Zu den komplett neu aufgebauten Boliden gesellt sich Hermanns Umbau-512er, denn aus der rot/gelben Vorjahresversion entstand ein abgespeckter, roter Sandemann-Renner, der seinem Fahrer sichtlich mehr Spaß machte als noch in der vergangen Saison.

Der kulinarische Teil dieses Abends wurde von Franz beigesteuert, der noch am Vorabend ein leckeres Chili zubereitete. Ehe man sich versah, war der Topf leer gefegt und ein gewisser Mr. Nascar wurde sogar dabei ertappt, dass er die letzten Reste mit etwas Brot aus dem Pott kratzte. Nachdem es nichts mehr zu essen gab und die technischen Kommissare außer etwas Untergewicht an einem neu aufgebauten Fahrzeug auch nichts Verdächtiges ans Licht brachten, konnte das Qualifying beginnen. Top-Fahrer Michael Wilke zog das Ü-Ei mit der Nummer 1 darauf und durfte sich daher gleich als Erster auf der roten Spur versuchen. Mit einer Zeit von 8.028 Sek. brannte er gleich einmal die Referenzzeit für die anderen Teilnehmer in die Bahn. Immerhin hielt die Zeit auch der Fahrt von Thomas Müller stand, der seinen 512er mit 8.068 nur knapp hinter Michi platzierte. Erst Rudi Kopp konnte die Zeit knacken und stellte seinen Gulf Porsche 917 K mit exakt 2/100stel Vorsprung auf die Pole. Wer sollte jetzt noch etwas gegen diese Zeit ausrichten? Vielleicht Artur, der immer für eine schnelle Runde im Qualifying zu haben ist, oder Uwe Frühbauer mit seinem Leih-Porsche von Kopp Motorsport? Es sollte für keinen der Beiden reichen, denn am Ende hatte Rudi Kopp die Nase genau um 1/1000stel, das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen, 1/1000stel vor Uwe Frühbauer vorne. Somit standen nach dem Qualifying wieder alle 917er ganz vorne in der Startaufstellung.


VRS - Qualifying erstes Rennen
1
Rudi Kopp 8.008
11
Veit Klaus 8.304
2
Uwe Frühbauer 8.009
12
Ole Eichberg 8.311
3
Michi Wilke 8.028
13
Udo Hobl 8.341
4
Thomas Müller 8.068
14
Horst Rummelt 8.448
5
Ralf Grünig 8.136
15
Michael Olfen 8.503
6
Franz Ofner 8.165
16
Sepp Hartmann 8.553
7
Hermann Weimann 8.184
17
Dali Perkovic 8.574
8
Artur Hollerith 8.206
18
Ralf Pickert 8.632
9
Michi Föller 8.235
19
Andi Lentfellner 8.726
10
Peter Neumeier 8.291
-
- -

Doch jetzt zur ersten Gruppe, in der sich alle Hot Slot International Fahrer wieder fanden und noch durch Ralf Pickert und Andi Lentfellner ergänzt wurde.

Da Mof wegen zu geringem Fahrzeuggewicht nicht mit seinem eigenen Auto an den Start gehen durfte, sondern ebenfalls mit einem Boliden aus dem Hause Kopp ins Geschehen eingreifen musste, fuhr er wohl ein wenig mit dem Messer zwischen den Zähnen, denn er war vom Start weg an der Spitze der Gruppe und kämpfte Runde um Runde für eine Platzierung ganz weit vorne.

In manchen Kurven bekamen seine Gruppengegner seine beherzte Fahrt sogar in Form eines sehr losen Hecks zu spüren und verkrümelten sich danach sofort in die Bande. Einer der Leittragenden war HSI-Kollege Sepp Hartmann, der gleich zwei oder drei Mal nicht wusste wie ihm geschah, als Mof an ihm vorbeischrammte.

 

 

Dali kämpfte zwar auch, aber wohl eher mit Strecke und Fahrzeug, denn nach 24 Minuten lag er nur auf der letzten Position dieser Gruppe. Sogar Andi, der ebenfalls noch sehr mit seinem GT 40 Probleme hatte, konnte sich an Dali vorbeischieben und beendete das Rennen mit knapp einer Runde Vor-sprung auf Dali auf dem vorletzten Platz.

Wie immer sehr konstant präsentierte sich Ralf Pickert, dessen McLaren zwar bei weiten nicht die Pace hatte wie manch anderes Fahrzeug, durch seine sichere Fahr-weise aber zumindest Sepp und Dali hinter sich lassen konnte, die jeweils im Quali um fast ein Zehntel schneller waren als Ralf. Somit endete dieser Gruppen-lauf mit Michael Olfen als Sieger, vor Ralf Pickert und Sepp Hartmann, sowie Andi Lentfellner und Dali Perkovic auf den weiteren Positionen.


Die zweite Gruppe setzte sich bunt gemischt aus Fahrern unserer Kollegen aus Buxheim, nämlich Ole Eichberg und Udo Hobl, sowie den Clubfahrern Don Petro, Neuzugang Veit Klaus und Horst Rummelt zusammen.

Ähnlich bemerkenswert wie die Fahrt von Mof in der Gruppe zuvor war hier die Vorstellung von Peter Neumeier, der sich in der gesamten Laufzeit nicht einen Abflug leistete, trotzdem aber sauschnell unterwegs war und in dieser Kombination den Grund-stein für eine Top-Platzierung legte.

Er war nämlich der einzige Fahrer, der nicht nur ein paar Plätze gut machte, sondern gleich eine ganze Gruppe und zwar die nach ihm fahrende dritte Gruppe überholte.

 

Udo Hobl war zwar im Quali etwas hinter Ole zurück, zeigte aber im Rennen die konstantere Leistung, lag phasen-weise Kopf an Kopf mit Don Petro und musste sich diesem erst im letzten Renndrittel geschlagen geben. Am Ende lag exakt eine Runde zwischen den Beiden. Für Ole war nach den Problemen im letzten BSCC-Rennen auch hier nicht viel zu holen, denn an manchen Stellen wollte sein Porsche 908/3 nicht so wie er, sondern verabschiedete sich ohne Vorwarnung in die Bande. Am Ende sollte es mit 163,13 Runden nur für Platz 15 reichen. Schade eigentlich, denn schnell ist Oles Porsche allemal. Veit konnte sich nach dem Quali auch im Rennen gegen Horst durchsetzen und verwies ihn mit knapp zwei Runden Vorsprung auf Platz 14 in der Endabrechnung. Eine saubere Leistung von Veit, der ja wohlgemerkt an diesem Abend erst an seinem dritten Clubrennen teilgenommen hatte. Wenn das so weiter geht, müssen sich die Jungs an der Spitze bald warm anziehen.


Die vorletzte Startgruppe wurde durch zwei Gaststarter verfeinert, die normalerweise aus der Gruppe 2/4/5 Süd bekannt sind, nämlich Ralf Grünig und Michael Föller.

Letzterer ist uns natürlich nicht nur aus dieser Serie bekannt, ganz im Gegenteil er stand in den letzten Jahren auch bei unseren anderen Rennserien wie NCS und BSCC, um nur einige zu nennen, am Start.

Sozusagen im Qualifyingsandwich zwischen den Beiden fanden sich unsere Clubfahrer Franz (6), Hermann (7) und Artur (8) wieder. In dieser Gruppe ergaben sich allerdings schnell einige Verschiebungen zur Qualifayingplatzierung.

 

So kämpfte sich Hermann an Franz und Ralf Grünig vorbei, wurde aber selbst von Tante Käthe wieder um einen Platz nach hinten verwiesen und um einen Weiteren von Don Petro, der ja aus der Tiefe der zuvor gestarteten Gruppe vorbei preschte. Artur kam noch nicht so ganz mit seinem neu aufgebauten Ferrari 312 P zurecht, konnte aber zumindest Franz hinter sich lassen, der offensichtlich auf der roten und der grünen Spur seine Probleme hatte.

Alle fünf Fahrer dieser Gruppe beendeten ihr Rennen mit 167 Runden, Hermann, Artur und Franz trennten lediglich sieben Teilstriche, Franz lag sogar nur einen Bahnabschnitt hinter Artur zurück. Weitere vier Teilstriche hinter Franz, blieb Ralf Grünigs daumengeregelter Porsche 908/3 stehen. Den Gruppensieg konnte sich Käthe mit seinem 917 PA sichern, allerdings auch nur mit zwölf Teilstichen Vorsprung auf Hermann, also eigentlich eine sehr ausgeglichene Gruppe könnte man sagen.

 


In der letzten Gruppe des Abends stand nun die 917-Armada am Start. Lediglich Thomas versuchte den Tagessieg mit einem 512 S an sich zu reißen.

Unmittelbar nach dem Start zeichnete sich aber schon ab, dass es wohl ein Porsche sein wird, der sich hier die Maximalpunktezahl holt, lediglich die Reihenfolge des Zieleinlaufs war an dieser Stelle noch offen.

Rudi Kopp kann für kurze Zeit die Führung übernehmen, hat aber auf der gelben Spur Probleme den immer schneller werdenden Uwe Frühbauer hinter sich zu halten.

 

Nach einigen Runden macht er aber den Weg für den Schnelleren frei. Trotzdem kann sich Uwe, obwohl er mit rot und gelb die beiden besseren Spuren zuerst fahren kann, nicht wesentlich von Michi Wilke und Rudi absetzen. Weniger als eine Runde hat er nach der Hälfte des Rennens Vorsprung auf seinen schärfsten Kontrahenten Michael Wilke.

Der Gruppenlauf bleibt ohne besondere Vorkommnisse, Böse Zungen könnten behaupten er verläuft langweilig, aber dem ist ganz und gar nicht so. Nachdem Uwe die schnellen Spuren absolviert hat und mit blau die erste der langsamen Spuren zu fahren hat, zeichnet sich die Kehrtwende bereits nach wenigen Runden ab. Michi Wilke kann seinen Rundenrückstand bereits nach wenigen Umläufen wieder wettmachen und kann sich immer weiter von Uwe absetzen. Der musste sogar um seinen zweiten Platz bangen, da auch Rudi immer weiter aufschließen kann. Am Ende haben die 917er die Reihenfolge zum Quali getauscht und Michi siegt souverän vor Uwe, der noch 27 Teilstriche vor Rudi ins Ziel retten kann, den vierten Platz sichert sich Thomas, der sich anschickt Porsche-Jäger Nummer Eins zu werden.


Fazit des ersten Rennens, Spaß hat es sicherlich wieder gemacht, trotzdem sind die Porsche 917K erneut das Maß aller Dinge, obwohl diesen Boliden im neuen Reglement durchaus einbremsende Um- und Anbaumaßnahmen auferlegt wurden. Immerhin hätte das Ergebnis des diesjährigen Siegers im letzten Rennen der 2008er Saison nur für den dritten Platz gereicht. Bleibt nur zu hoffen, dass die anderen Marken etwas weiter aufschließen können und dass Fahrer wie Uwe Frühbauer endlich die eigenen Einsatzfahrzeuge fertig bekommen, welche dann hoffentlich nicht gerade ein Porsche 917K sind. In diesem Sinne bis zum zweiten VRS-Rennen in Pöring,

Euer Mr. Nascar