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Craftsman Truck Series

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Race Reports 2007
 
Zweites Rennen der Craftsman Truck Series 2007
 
Ford die tun was ....., zumindest bei der CTS des SRC Pöring

Derzeit hat es den Anschein, dass der Ford F-150 auch dieses Jahr in unserer CTS das Fahrzeug sein wird, welches es zu schlagen gilt. Das Original blickt schon auf eine lange Tradition zurück, sah das erste Modell dieser Fahrzeugfamilie noch wie ein pausbäckiges Arbeitstier aus (Bild rechts oben), hat sich das Erscheinungsbild bis zur zehnten Generation (Bild Mitte rechts), also dem Vorbild unserer Rennfahrzeuge, schon kräftig gewandelt. In den vielen Jahren, in denen der Ford-Pick Up jetzt produziert wird, hat sich nicht nur das Erscheinungsbild, sondern auch die Technik unter der Haube stark verändert. Hatte die erste Generation noch einen Hubraum von 226 c.i., also 3,7 Liter und 95 PS, so stellt Ford Ende der Neunziger ein V8-Modell mit 7,3 Liter Hubraum und 235 PS und als Top Modell sogar eine V10-Version mit 6,8 Liter Hubraum und 275 PS auf die Räder. Verglichen mit den Leistungsdaten der Craftsman Trucks (Bild rechts unten) klingen diese Zahlen aber dennoch eher zartbesaitet. So setzt der in der CTS eingesetzte Pushrod-V8 Motor aus 5,8 Liter Hubraum von 650 bis 700 Pferdestärken frei, welche über ein manuelles Vierganggetriebe auf die Hinterachse übertragen werden, ja da wird der Schaltvorgang noch zum echten Erlebnis. Zwar war es dem Autokonzern mit der blauen Pflaume seit bestehen der Craftsman Trucks im Jahr 1995 erst einmal vergönnt die Gesamtwertung zu gewinnen, nämlich mit Greg Biffle in der Saison 2000, aber die nunmehr elfte Auflage des F-150, die jetzt seit 2005 im Einsatz ist, könnte wieder für einen Gesamtsieg gut sein. Zumindest bei der CTS des SRC Pöring wird Robert Gottmann alles daran setzen, die Fahnen der Ford Motor Company hoch zu halten, ob es im zweiten Rennen für einen weiteren Sieg für unseren Rennbären gereicht hat, ist in den folgenden Zeilen zu lesen.

In der ersten Startgruppe standen die Fahrer am Start, welche im ersten Rennen in Pöring passen mussten. Wie schon im letzten Bericht erwähnt, lag meine größte Hoffnung auf Tante Käthe, also einem Fahrer, der die Hot Sloter Bahn wie seine Westentasche kennt und damit auch die Chance hatte die Ford-Dominanz mit seinem Chevy zu durchbrechen. Er begann so souverän wie erwartet und legte sowohl den entsprechenden Speed als auch die nötige Sicherheit, nur ein Abflug in den vier Stints, an den Tag. Ihm auf den Fersen und ebenso fehlerfrei fuhr Ralf Pickert mit seinem Raybestos-Ford, der allerdings um einen Tick langsamer war als unsere Tante vor ihm. Ebenso interessant wie das Rennen an der Spitze, war das Duell um Position 3 zwischen Andi Lentfellner und seinem Schwiegervater Hans. Andis Chevy lief super, nur diverse Abflüge warfen ihn immer wieder zurück, trotzdem konnte er sich vor Hans auf P3 festbeißen. Hans hatte immer wieder Probleme mit dem Kurs in München, verpasste teilweise die Bremspunkte und verwickelte sich dadurch selber in unzählige Abflüge. Somit lautet der Zieleinlauf in dieser Gruppe wie folgt: M. Föller (4), R. Pickert (5) A. Lentfellner (10) und H. Angerer (14). In Klammern ist die Platzierung im Endergebnis zu erkennen.


Kommen wir zur sogenannten Zweikampfgruppe mit Horst, Hermann, Mazfred und Armin. Hier konnte man wie schon erwähnt schöne Zweikämpfe zwischen den Ford- und den Chevy-Piloten verfolgen, wie wir sie bei den Trucks bis jetzt noch nie gesehen haben. Horst und Armin wechselten sich an der Spitze einige Male ab.


Erst nach Beginn des zweiten Turns konnte Armin die zunehmenden Fehler von Horst nutzen und sich mehr und mehr von ihm absetzen, zusätzlich dadurch begünstigt, dass Horst auf die etwas schlechtere Spur wechselt. Zwischen Mazfred und Hermann geht es ähnlich spannend zu, Runde um Runde liegen die Beiden gleich auf, werden durch einen Abflug getrennt, doch es dauert nicht lange und der Kontrahent leistet sich auch einen Ausrutscher und das Kopf-an-Kopf-Rennen geht weiter. Erst in der zweiten Hälfte des Rennens ver-schiebt sich die Ausgeglichenheit der Abflüge und Hermann kann sich von seinem Markenkollegen absetzen. Er ist etwa gleich schnell wie Horst, kann aber wegen seines Rundenrückstandes nicht mehr zu ihm aufschließen. Nach vierundzwanzig Minuten ist auch hier Schluss und der Gruppensieger heißt mit 132.23 Runden Armin (8) vor Horst (13) mit 126.85 Runden, zwei Runden zurück Hermann (15) und leider am Ende mit 120.11 Runden Mazfred, der damit auch die rote Laterne im Endergebnis hat

Zur Gruppe 2, in der sich Franz, Artur, Don Petro und Pepe Schnack am schnellen Kurs der Jungs von Hot Slot versuchen. Begünstigt durch einen Startcrash kann sich Don Petro an die Spitze setzen, da er als Einziger ungehindert weiterfahren kann. Franz fährt ab diesem Zeitpunkt mit dem Messer zwischen den Zähnen und holt kontinuierlich auf der schnellen weißen Spur auf. In Runde 16 ist es dann soweit und "D.P." muss die Führung an Franz abgeben. Pepe und Artur kämpfen in der Anfangsphase mit Respektabstand dahinter auf den Positionen 3 und 4. Nach dem ersten Turn lässt Artur plötzlich vom Streckenposten die Hinterreifen auf dem blanken Betonboden abziehen, hatte er etwa zuviel Grip? Trotzdem läuft es für ihn im nächsten Turn nicht viel besser, sein Chevy kippt immer noch bei jeder Gelegenheit. Zur Rennmitte schleicht sich Pepe Zehntel um Zehntel an Don Petro heran, der aus seinem Nezih-Regler rausquetschte was ging, sich letztlich aber doch Pepe geschlagen geben musste und bis ins Ziel noch über drei Runden einbüßte. Über sieben Runden trennen die Fahrer am Ende, Franz liegt mit 136.07 Runden knapp eine Runde vor Pepe (135.08 Runden), "D.P." wie gesagt mit 131.94 Runden etwas über drei Runden hinter Pepe und mit 128.88 Runden schon fast abgeschlagen bleibt Artur nach 24 Minuten stehen.



Eigentlich wollte ich über den Rennverlauf der letzten Gruppe gar nichts zum Besten geben, aber wenn mein Auftritt an diesem Abend peinlich angehaucht war, rechtfertigt das noch lange nicht, über das bravouröse Rennen der drei anderen Fahrer das Tuch des Schweigens zu legen, oder?

Kurz zu meiner Person, viele Abflüge, Motorritzel locker, vom Streckenposten wieder aufgepresst, nach Spurwechsel Regler falsch eingesteckt, dadurch noch einmal Zeit verloren, einfach ein Rennen zum Vergessen. Bei den drei anderen Fahrern geht es lange Zeit sehr eng zu und Michi und Maddin sagen RoBÄRt den Kampf an, wie gesagt, ein schnelles und vor allem spannendes Rennen um die Positionen eins bis drei. Nur langsam kann sich der Rennbär von seinen Verfolgern absetzen und damit seinem zweiten Saisonsieg entgegenfahren. Michi und Maddin fahren etwa auf gleichem Level und sind am Ende weniger als eine Runde voneinander getrennt. RoBÄRt hingegen kann noch fast drei Runden Vorsprung herausfahren und macht mit 142.99 zurückgelegten Runden das Double in diesem Jahr perfekt. Martin Arnold sichert sich wie schon im ersten Rennen Platz 2, Michael Wilke kann ebenfalls seinen zweiten Podestplatz in dieser Saison einfahren. Mir bleibt am Ende nur Platz 12, na ja, Spaß hat es aber trotzdem gemacht.



Und wieder war es keinem Dodge- oder Chevy-Fahrer möglich, das Ford-Trio an der Spitze zu zerschlagen, Tante Käthe konnte sich wenigstens noch zwischen Michi Wilke und Ralf Pickert schieben, mehr war allerdings nicht zu machen. Bleibt wieder einmal nur zu hoffen, dass es im nächsten Rennen etwas spannender an der Spitze zugeht, zumindest was die Markenvielfalt angeht. Trotzdem hat es allen Teilnehmern wieder sichtlich Spaß gemacht, das Catering aus Tante Käthes Hand war wieder einmal ausgezeichnet und der anschließende Smalltalk beruhigte auch erhitzte Gemüter schnell wieder, also einfach wieder ein toller Rennabend bei den Jungs von Hot Slot.

Auf ein tolles drittes Rennen freut sich

Euer Mr. Nascar





Hot Slot - Official Results -02/03/07 ( 6 min / track )
Fin Car Driver Make Sponsor Pts/Bonus Laps/Meter Status
1
#44 Robärt Gottmann Ford 1-800-Collect 180 142,99 Running
2
#21 Martin Arnold Ford Ortho Garden 170 140,14 Running
3
#7 Michi Wilke Ford QVC 165 139,25 Running
4
#6 Michi Föller Chevrolet Remax 160 138,79 Running
5
#98 Ralf Pickert Ford Raybestos 155 137,45 Running
6
#1 Franz Ofner Dodge Mopar-Barbed Wire 150 136,07 Running
7
#18 Pepe Schnack Chevrolet Pennzoil 146 135,08 Running
8
#80 Armin Lauser Ford LCI 142 132,23 Running
9
#17 Peter Neumeier Chevrolet Die Hard 138 131,94 Running
10
#25 Andy Lentfellner Chevrolet Quaker State 134 130,78 Running
11
#52 Artur Hollerith Chevrolet AC Delco 130 128,88 Running
12
#1 Uwe Frühbauer Dodge Mopar-Flames 127 128,11 Running
13
#2 Horst Rummelt Ford ASE 124 126,85 Running
14
#55 Hans Angerer Ford Icehouse 121 126,23 Running
15
#16 Hermann Weimann Chevrolet NAPA 118 124,80 Running
16
#60 Mazfred Herklotz Chevrolet CAT Rental 115 120,11 Running