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Rennbericht vom
12.01.2008
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"Reifen sollten gut vorbereitet sein,..............................Schleifer
auch!" oder "In 2 Minuten von oben nach unten"
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des Sauber C9. Entwickelt wurde der Bolide für den Einsatz
in der Sportwagen WM und natürlich auch für den Einsatz
bei den 24h von Le Mans. Antreten sollte er vor allem gegen die
übermächtige Konkurrenz aus Zuffenhausen, den flotten
Jaguars aus England und die nachdrückende Konkurrenz aus dem
Land der aufgehenden Sonne. Gleich mehrere Werke aus Japan wollten
auch in Europa zeigen, daß sie Autos bauen können und
auch etwas vom Motorsport verstehen: Toyota, Nissan und Mazda. In
das Aluminium Monocoque wurde ein 5 Liter großer Mercedes
Benz V8, der es mit seinen 2 angedockten Turboladern auf bis zu
900PS Leistung brachte. Eine der bekanntesten Sponsorvarianten,
ist die Nr. 62, die vom Daimler Tochterunternehmen AEG-Olympia gesponsort
wurde. Das komplette Auto war mit Leiterbahnen überzogen ,was
die Kompetenz von AEG-Olympia in Sachen Büro- und Kommunikationselektronik
herausstellen sollte. |
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1988 trat man mit dieser Lackierung an der Sarthe zum 24 Stunden
Rennen an. Das Auto wurde jedoch bereits vor Rennbeginn, wegen zu
befürchtender Probleme mit dem Reifenmaterial (Reifenplatzer)
aus der Startaufstellung zurückgezogen. Knapp 19 Jahre später
sollte es für ein Slotcar in dieser Designvariante etwas besser
aussehen...................... |
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Kaum war die Rennsaison 2007
abgeschlossen, die Kerzen der Weihnachtsfeier kaum ausgeblasen,
schon begann die Saison 2008 der Rennserien des SRC Pöring.
Traditionell wurde die Saison 2008 mit dem ersten Lauf zur BSCC
2008 eröffnet. Ein bisschen Zeit hatte sich dann doch zwischen
den Jahren gefunden, so daß die Saison in leicht renovierten
Räumen eröffnet werden konnte.

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Die
Anmeldephase zur BSCC 2008 war schon sehr vielversprechend. Neben
vielen altgedienten Gruppe C Racern finden sich auch einige Umsteiger
und auch ein paar Neueinsteiger in der Meldeliste.Die
Umsteiger: Robärt Gottmann, CTS Meister 2006 und 2007 und VRS
Meister 2007 findet sich das erste mal auf der BSCC Meldeliste.
Es wird spannend sein zu sehen, wie der alte Bär mit den schnellen
Autos zurecht kommt. Leider befand sich das Einsatzfahrzeug, ein
Toyota 88C im STP Design zum ersten Lauf noch in der Werkshalle
im Aufbaustadium. Ebenso erstmals in der Anmeldeliste findet sich
Pepe Schnack, bisher mit V8 Boliden in der NASCAR Club Series und
der Craftsman Truck Series unterwegs. Er setzt auf einen bestens
vorbereiteten Porsche 962C im Momo Design aus der Bolidenschmiede
Daamen. Dieses Fahrzeug wurde im Vorjahr noch erfolgreich von Tobias
Münchberger pilotiert. Ronja Ofner, im Vorjahr als Youngster
in der NCS unterwegs, wird mit dem Toyota 84C von Papa Sisi unterwegs
sein. Leider konnte das Ofner Duo zum ersten Lauf, von einer Angina
niedergestreckt nicht antreten. Die Neueinsteiger: Rudi Kopp mit
einem lange erwarteten Rothman's Porsche 962C, der bereits zum letzten
Lauf zur VRS 2007 antrat und sein Potenzial aufzeigte. Auch 2008
wird er die volle Saison VRS bestreiten. Zweiter Neueinsteiger ist
Sepp Hartmann. Er wird mit einem "bärenstarken" Toyota
88C TakaQ antreten. Leider stand auch dieses Fahrzeug zum ersten
Lauf noch in der Bärenwerkshalle. |
Alleine diese Anmeldeliste
verspricht, daß 2008 eine der spannendsten BSCC Saisons überhaupt
wird. Viele Titelanwärter werden um die vorderen Plätze
der einzelnen Rennen kämpfen. Karl Daamen, der mit viel Pech
im letzten Jahr (wie auch 2006) knapp am Titel vorbeigeschrammt
ist. Martin Arnold, der seinen Titel natürlich 2008 verteidigen
will. Michael Wilke, Tripple BSCC Champion, der für diese Aufgabe
sein Siegerfahrzeug aus der Saison 2006 wieder reanimiert hat. Peter
Brand, dessen Mercedes C9 eigentlich immer schnell ist und der BSCC
Titel eigentlich längst überfällig. Neueinsteiger
Gottmann, der ein göttliches Händchen beweist, was den
Fahrzeugaufbau betrifft und auch immer sehr schnell unterwegs ist.
Aber auch dahinter wird kräftig nachgedrückt. Lokalmatador
Uwe Frühbauer, der die Saison 2007 mit einem lange ersehnten
Sieg begann, dann allerdings im Laufe der Saison etwas abrutschte,
aber immerhin auf dem vierten Gesamtrang abschloß. Thomas
Müller, der auch immer für eine Überraschung gut
ist. Peter Berger, und und und.....
So fanden sich also am 11. Januar 18 BSCC Fahrer in Pöring
ein um am ersten Lauf teilzunehmen. Schon die Trainingszeit am Rennabend
zeigte, daß die Gruppe C Boliden über die Winterpause
wieder etwas an Geschwindigkeit zugelegt haben. Wie immer wurde
während des Trainings geschraubt geschliffen und gebastelt,
was der Slotkoffer hergab. Irgendwo
musste das eine oder andere Zehntel doch noch zu finden sein.Ritzel
und Zahnrad Kombinationen wurden durchgetestet und die Schleifer
auf perfekten Stromfluß getrimmt. |
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Im Losverfahren wurde wieder die Startreihenfolge für das
Qualifying definiert. Dann durften die Fahrer 1 Minute lang versuchen
die schnellste Zeit in die Rote Spur zu brennen. Am besten erledigte
diese Aufgabe Karl Daamen mit seinem Toyota 88C Denso. Als schnellste
Zeit stand eine 7,811 auf der Uhr. Fast 1 ½ Zehntel schneller
als die Beste Qualifyingzeit 2007 (7,947 sec.). Zweitbeste Zeit
kam von Peter Berger, auf dem dritten Startplatz fand sich Michael
Wilke wieder. Peter Brand schien noch etwas mit gezogener Handbremse
zu fahren und reihte sich auf Platz sechs der Startaufstellung
ein. Insgesamt befanden sich alle 18 Starter nach dem Qualifying
innerhalb einer Sekunde. Das engste Ergebnis seit dem Start der
BSCC 2004. Hier das komplette Qualifying Ergebnis:
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| BSCC
- Qualifying erstes Rennen |
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1
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Karl Daamen |
7,811 |
10
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Peter Neumeier |
8,143 |
|
2
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Peter Berger |
7,857 |
11
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Artur Hollerith |
8,151 |
|
3
|
Michael Wilke |
7,899 |
12
|
pepe Schnack |
8,203 |
|
4
|
Thomas Müller |
7,944 |
13
|
Andi Lentfellner |
8,353 |
|
5
|
Uwe Frühbauer |
7,963 |
14
|
Hermann Weimann |
8,360 |
|
6
|
Peter Brand |
8,024 |
15
|
Manfed Herklotz |
8,404 |
|
7
|
Artur Huber |
8,033 |
16
|
Rudi Kopp |
8,560 |
|
8
|
Walter Hollenburger |
8,040 |
17
|
Peter Vornehm |
8,646 |
|
9
|
Ole Eichberg |
8,061 |
18
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Horst Rummelt |
8,688 |
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Somit waren die Gruppen für das Rennen definiert.
Die Laufdauer wurde auf 6 Minuten pro Spur festgelegt. Es folgte
ein spannendes und sehenswertes Rennen, das alle Facetten des
Motorsports auch im Maßstab 1/24 wieder spiegelte. Spannende
Zweikämpfe, runden lange Parallelflüge um den Track,
kompromißlose Racer, Material mordende Crashes und technische
Defekte.

In der ersten Startgruppe traten Hermann Weihmann,
Mazfred Herklotz, Rudi Kopp, Peter S. Vornehm und Horst Rummelt
an. Neueinsteiger Rudi Kopp kam mit seinem Rothman's Porsche auf
dem Pöringer Geläuf für seinen ersten Gruppe C
Einsatz recht gut zurecht und hat sich gleich den Spitznamen Rudi
Rothman's zugezogen.
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Am Ende reichte es für den
14. Gesamtrang.

Die komplette Härte des Motorsports
bekam Horst Rummelt präsentiert. Seine neu aufgebauter OMRON
Porsche 962C entstand aus einem alten bereits als Standmodell
gebauten Bausatz. Leider musste das Fahrzeug mehrere heftige Abflüge
und Feindkontakte über sich ergehen lassen, teils unverschuldet.
Darauf hatte der Omron überhaupt keinen Bock und schmiss
mehrere Plastikteile von sich. Durchaus wieder instandsetzbar,
aber in einem bemitleidenswertem Zustand wurde der Porsche am
Ende des Rennens wieder in den Renntransporter verstaut.
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Die 2. Gruppe wurde von Ole Eichberg,
Peter Neumeier, Artur Hollerith, Pepe Schnack und Andi Lentfellner
bestritten.

Das überraschende Highlight
des Rennens in dieser Gruppe: Peter Neumeier fährt "den"
Neuwagen dieses Rennens! Nachdem er 4 Jahre lang seinen alten
Kenwood Porsche um die Slotpisten im Großraum München
gejagt hat, kam endlich der Neuwagen zum Einsatz.
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Natürlich wieder
ein Kenwood Porsche 962C, aber mit weniger Gebrauchsspuren als die
Jahre zuvor. Ganz gut gelaufen ist er für den ersten Einsatz
auch noch, Platz 10 in der Endabrechnung. Pepe Schnack kam mit dem
Momo Porsche aus dem Hause Daamen sehr gut zurecht, dieses Fahrzeug
landete im letzten Jahr ja schließlich auch auf Rang 7 im
Gesamtklassement und landete einen Platz hinter Peter Neumeier auf
Platz 11. Ole Eichberg, der beim 3. Gruppenlauf als Einsetzer bemerkte
"...der Kollege ist ja genauso Kompromisslos unterwegs wie
ich...." war sehr kompromisslos unterwegs. Sehr schnell und
manchmal etwas schneller als sein FromA Porsche eigentlich zuliese,
soll heißen manchmal etwas neben der Spur. Aber immerhin reichte
es für den 9. Platz. |
| In Gruppe 3 traten Uwe
Frühbauer, Peter Brand, Artur Huber und Walter Hollenburger
an. Schön ist es, daß der Großmeister der 1/32er
Slotszene Walter Hollenburger sich wieder dazu entschließen
konnte nach einer Pause im letzten Jahr mit seinem §$&%#&$
(das Design nennt sich übrigens WEC "Italia" aber
§$&%#&$ klingt einfach besser) Porsche in der BSCC
wieder anzutreten. Sein rosa Schnulli-Porsche hats ihm gedankt mit
einem 7. Rang im Endergebnis. Im Rennstall Frühbauer haben
in der Vorbereitungsphase wohl die Mechaniker im Shop versagt. Uwe
war sehr schnell unterwegs, viel dann allerdings durch ein paar
Abflüge etwas zurück. In Turn 2 schlug dann der Technikteufel
gnadenlos zu. Der Taka-Q Toyota entledigte sich in Runde 52 eines
Schleifers. Dieser lies sich jedoch nicht auf die schnelle wieder
montieren, bedingt durch eine etwas "ungünstige"
Motorkabel/Schleifer Montageart. Das kostete Hr. Frühbauer
geschlagene 2 Minuten. Im 4. Turn zeigte der 88C-V nochmals was
in ihm steckt, wenn die Schleifer fest sitzen und brannte 45 Runden
in die rote Spur. Da wäre ein Top 4 Resultat locker drin gewesen.
Über die Endplatzierung legt der Schreiberling die Hülle
des Schweigens. |
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Peter Brand hatte seinen Sauber
C9 AEG wieder perfekt vorbereiten, brannte 177,31 Runden in den
Blue Track und stand damit auf dem Siegerpodest ganz oben.
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Einen hartnäckigen Verfolger
sollte es in der 4. Gruppe geben, in der Karl Daamen, Peter Berger,
Michael Wilke und Thomas Müller antraten. 
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Genau erst genannter
Karl Daamen sollte es sein der die perfekte Fahrt von Brand noch
gefährden könnte. Sein Denso Toyota 88C lief genauso Perfekt
wie der C9. Bei gleicher Anzahl an Abflügen, hatte Karl jedoch
das Pech, daß seine Abflüge mehr Zeit kosteten als die
des C9. So standen am Laufende 177,08 Runden auf der Uhr. 2. Platz
in der Endabrechnung. Dem Fahrer auf dem dritten Platz fehlten dann
am Ende schon gute 4 Runden auf den 2. Platz, eine Welt. Michael
Wilke konnte aber immerhin auch fast 2 Runden auf den viertplatzierten
Artur Hollerith gutmachen. Artur hatte es dieses mal nicht geschafft,
sein Auto kaputt zu reparieren. |
Hier geht's zum Gesamtergebnis.

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| Dieses Rennen deutet es schon an,
die Luft wird ganz arg dünn dort oben an der Tabellenspitze.
Fehler darf man sich keine erlauben, das Auto sollte perfekt vorbereitet
sein und der Technikgremlin am besten in der Schublade bleiben.
Es wird sehr spannend sein zu sehen, wie sich Robärt Gottmann
in seinem ersten Gruppe C Rennen schlagen wird. Wie gut wird des
Vorjahresmeisters Martin Arnold neu aufgebauter Nissan R89C laufen?
Wird der Vater-Tochter Zweikampf der Familie Ofner schmerzhaft sein
und Wunden hinterlassen. Ich freue mich schon sakrisch auf die Fortsetzung
am 08.02.08 auf dem Track bei Hotslot Munich. |
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Rotierende Grüße aus
der Boxengasse.
Euer Mazfred
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