Club
Historie
Team
Raum
Events
 
Track
Blue Track
 
Rennserien 1:24
BSCC - Gruppe C
NCS - Nascar Series
VRS - Vintage Series
 
BTC - Gruppe 5
CTS - Truck Series
 
Special Events
12h GT2
Classic Nascar Days
Pöring 300
Vintage Team Chall.
 
Allgemeines
Aktuelles
Termine 2011
Archiv
Forum
Links
Kontakt
Impressum
Disclaimer

 

 


B
avarian SportsCar Challenge 2008

Rennberichte
Reglement
Ergebnisse
Meldeliste
Termine
Downloads

Rennbericht vom 12.01.2008


"Reifen sollten gut vorbereitet sein,..............................Schleifer auch!" oder "In 2 Minuten von oben nach unten"

1987 begann die Karriere des Sauber C9. Entwickelt wurde der Bolide für den Einsatz in der Sportwagen WM und natürlich auch für den Einsatz bei den 24h von Le Mans. Antreten sollte er vor allem gegen die übermächtige Konkurrenz aus Zuffenhausen, den flotten Jaguars aus England und die nachdrückende Konkurrenz aus dem Land der aufgehenden Sonne. Gleich mehrere Werke aus Japan wollten auch in Europa zeigen, daß sie Autos bauen können und auch etwas vom Motorsport verstehen: Toyota, Nissan und Mazda. In das Aluminium Monocoque wurde ein 5 Liter großer Mercedes Benz V8, der es mit seinen 2 angedockten Turboladern auf bis zu 900PS Leistung brachte. Eine der bekanntesten Sponsorvarianten, ist die Nr. 62, die vom Daimler Tochterunternehmen AEG-Olympia gesponsort wurde. Das komplette Auto war mit Leiterbahnen überzogen ,was die Kompetenz von AEG-Olympia in Sachen Büro- und Kommunikationselektronik herausstellen sollte.   1988 trat man mit dieser Lackierung an der Sarthe zum 24 Stunden Rennen an. Das Auto wurde jedoch bereits vor Rennbeginn, wegen zu befürchtender Probleme mit dem Reifenmaterial (Reifenplatzer) aus der Startaufstellung zurückgezogen. Knapp 19 Jahre später sollte es für ein Slotcar in dieser Designvariante etwas besser aussehen......................

Kaum war die Rennsaison 2007 abgeschlossen, die Kerzen der Weihnachtsfeier kaum ausgeblasen, schon begann die Saison 2008 der Rennserien des SRC Pöring. Traditionell wurde die Saison 2008 mit dem ersten Lauf zur BSCC 2008 eröffnet. Ein bisschen Zeit hatte sich dann doch zwischen den Jahren gefunden, so daß die Saison in leicht renovierten Räumen eröffnet werden konnte.

  Die Anmeldephase zur BSCC 2008 war schon sehr vielversprechend. Neben vielen altgedienten Gruppe C Racern finden sich auch einige Umsteiger und auch ein paar Neueinsteiger in der Meldeliste.Die Umsteiger: Robärt Gottmann, CTS Meister 2006 und 2007 und VRS Meister 2007 findet sich das erste mal auf der BSCC Meldeliste. Es wird spannend sein zu sehen, wie der alte Bär mit den schnellen Autos zurecht kommt. Leider befand sich das Einsatzfahrzeug, ein Toyota 88C im STP Design zum ersten Lauf noch in der Werkshalle im Aufbaustadium. Ebenso erstmals in der Anmeldeliste findet sich Pepe Schnack, bisher mit V8 Boliden in der NASCAR Club Series und der Craftsman Truck Series unterwegs. Er setzt auf einen bestens vorbereiteten Porsche 962C im Momo Design aus der Bolidenschmiede Daamen. Dieses Fahrzeug wurde im Vorjahr noch erfolgreich von Tobias Münchberger pilotiert. Ronja Ofner, im Vorjahr als Youngster in der NCS unterwegs, wird mit dem Toyota 84C von Papa Sisi unterwegs sein. Leider konnte das Ofner Duo zum ersten Lauf, von einer Angina niedergestreckt nicht antreten. Die Neueinsteiger: Rudi Kopp mit einem lange erwarteten Rothman's Porsche 962C, der bereits zum letzten Lauf zur VRS 2007 antrat und sein Potenzial aufzeigte. Auch 2008 wird er die volle Saison VRS bestreiten. Zweiter Neueinsteiger ist Sepp Hartmann. Er wird mit einem "bärenstarken" Toyota 88C TakaQ antreten. Leider stand auch dieses Fahrzeug zum ersten Lauf noch in der Bärenwerkshalle.

Alleine diese Anmeldeliste verspricht, daß 2008 eine der spannendsten BSCC Saisons überhaupt wird. Viele Titelanwärter werden um die vorderen Plätze der einzelnen Rennen kämpfen. Karl Daamen, der mit viel Pech im letzten Jahr (wie auch 2006) knapp am Titel vorbeigeschrammt ist. Martin Arnold, der seinen Titel natürlich 2008 verteidigen will. Michael Wilke, Tripple BSCC Champion, der für diese Aufgabe sein Siegerfahrzeug aus der Saison 2006 wieder reanimiert hat. Peter Brand, dessen Mercedes C9 eigentlich immer schnell ist und der BSCC Titel eigentlich längst überfällig. Neueinsteiger Gottmann, der ein göttliches Händchen beweist, was den Fahrzeugaufbau betrifft und auch immer sehr schnell unterwegs ist. Aber auch dahinter wird kräftig nachgedrückt. Lokalmatador Uwe Frühbauer, der die Saison 2007 mit einem lange ersehnten Sieg begann, dann allerdings im Laufe der Saison etwas abrutschte, aber immerhin auf dem vierten Gesamtrang abschloß. Thomas Müller, der auch immer für eine Überraschung gut ist. Peter Berger, und und und.....
So fanden sich also am 11. Januar 18 BSCC Fahrer in Pöring ein um am ersten Lauf teilzunehmen. Schon die Trainingszeit am Rennabend zeigte, daß die Gruppe C Boliden über die Winterpause wieder etwas an Geschwindigkeit zugelegt haben. Wie immer wurde während des Trainings geschraubt geschliffen und gebastelt, was der Slotkoffer hergab. Irgendwo musste das eine oder andere Zehntel doch noch zu finden sein.Ritzel und Zahnrad Kombinationen wurden durchgetestet und die Schleifer auf perfekten Stromfluß getrimmt.
 



Im Losverfahren wurde wieder die Startreihenfolge für das Qualifying definiert. Dann durften die Fahrer 1 Minute lang versuchen die schnellste Zeit in die Rote Spur zu brennen. Am besten erledigte diese Aufgabe Karl Daamen mit seinem Toyota 88C Denso. Als schnellste Zeit stand eine 7,811 auf der Uhr. Fast 1 ½ Zehntel schneller als die Beste Qualifyingzeit 2007 (7,947 sec.). Zweitbeste Zeit kam von Peter Berger, auf dem dritten Startplatz fand sich Michael Wilke wieder. Peter Brand schien noch etwas mit gezogener Handbremse zu fahren und reihte sich auf Platz sechs der Startaufstellung ein. Insgesamt befanden sich alle 18 Starter nach dem Qualifying innerhalb einer Sekunde. Das engste Ergebnis seit dem Start der BSCC 2004. Hier das komplette Qualifying Ergebnis
:


BSCC - Qualifying erstes Rennen
1
Karl Daamen 7,811
10
Peter Neumeier 8,143
2
Peter Berger 7,857
11
Artur Hollerith 8,151
3
Michael Wilke 7,899
12
pepe Schnack 8,203
4
Thomas Müller 7,944
13
Andi Lentfellner 8,353
5
Uwe Frühbauer 7,963
14
Hermann Weimann 8,360
6
Peter Brand 8,024
15
Manfed Herklotz 8,404
7
Artur Huber 8,033
16
Rudi Kopp 8,560
8
Walter Hollenburger 8,040
17
Peter Vornehm 8,646
9
Ole Eichberg 8,061
18
Horst Rummelt 8,688

Somit waren die Gruppen für das Rennen definiert. Die Laufdauer wurde auf 6 Minuten pro Spur festgelegt. Es folgte ein spannendes und sehenswertes Rennen, das alle Facetten des Motorsports auch im Maßstab 1/24 wieder spiegelte. Spannende Zweikämpfe, runden lange Parallelflüge um den Track, kompromißlose Racer, Material mordende Crashes und technische Defekte.

In der ersten Startgruppe traten Hermann Weihmann, Mazfred Herklotz, Rudi Kopp, Peter S. Vornehm und Horst Rummelt an. Neueinsteiger Rudi Kopp kam mit seinem Rothman's Porsche auf dem Pöringer Geläuf für seinen ersten Gruppe C Einsatz recht gut zurecht und hat sich gleich den Spitznamen Rudi Rothman's zugezogen.

 

Am Ende reichte es für den 14. Gesamtrang.

Die komplette Härte des Motorsports bekam Horst Rummelt präsentiert. Seine neu aufgebauter OMRON Porsche 962C entstand aus einem alten bereits als Standmodell gebauten Bausatz. Leider musste das Fahrzeug mehrere heftige Abflüge und Feindkontakte über sich ergehen lassen, teils unverschuldet. Darauf hatte der Omron überhaupt keinen Bock und schmiss mehrere Plastikteile von sich. Durchaus wieder instandsetzbar, aber in einem bemitleidenswertem Zustand wurde der Porsche am Ende des Rennens wieder in den Renntransporter verstaut.


Die 2. Gruppe wurde von Ole Eichberg, Peter Neumeier, Artur Hollerith, Pepe Schnack und Andi Lentfellner bestritten.

Das überraschende Highlight des Rennens in dieser Gruppe: Peter Neumeier fährt "den" Neuwagen dieses Rennens! Nachdem er 4 Jahre lang seinen alten Kenwood Porsche um die Slotpisten im Großraum München gejagt hat, kam endlich der Neuwagen zum Einsatz.

  Natürlich wieder ein Kenwood Porsche 962C, aber mit weniger Gebrauchsspuren als die Jahre zuvor. Ganz gut gelaufen ist er für den ersten Einsatz auch noch, Platz 10 in der Endabrechnung. Pepe Schnack kam mit dem Momo Porsche aus dem Hause Daamen sehr gut zurecht, dieses Fahrzeug landete im letzten Jahr ja schließlich auch auf Rang 7 im Gesamtklassement und landete einen Platz hinter Peter Neumeier auf Platz 11. Ole Eichberg, der beim 3. Gruppenlauf als Einsetzer bemerkte "...der Kollege ist ja genauso Kompromisslos unterwegs wie ich...." war sehr kompromisslos unterwegs. Sehr schnell und manchmal etwas schneller als sein FromA Porsche eigentlich zuliese, soll heißen manchmal etwas neben der Spur. Aber immerhin reichte es für den 9. Platz.

In Gruppe 3 traten Uwe Frühbauer, Peter Brand, Artur Huber und Walter Hollenburger an. Schön ist es, daß der Großmeister der 1/32er Slotszene Walter Hollenburger sich wieder dazu entschließen konnte nach einer Pause im letzten Jahr mit seinem §$&%#&$ (das Design nennt sich übrigens WEC "Italia" aber §$&%#&$ klingt einfach besser) Porsche in der BSCC wieder anzutreten. Sein rosa Schnulli-Porsche hats ihm gedankt mit einem 7. Rang im Endergebnis. Im Rennstall Frühbauer haben in der Vorbereitungsphase wohl die Mechaniker im Shop versagt. Uwe war sehr schnell unterwegs, viel dann allerdings durch ein paar Abflüge etwas zurück. In Turn 2 schlug dann der Technikteufel gnadenlos zu. Der Taka-Q Toyota entledigte sich in Runde 52 eines Schleifers. Dieser lies sich jedoch nicht auf die schnelle wieder montieren, bedingt durch eine etwas "ungünstige" Motorkabel/Schleifer Montageart. Das kostete Hr. Frühbauer geschlagene 2 Minuten. Im 4. Turn zeigte der 88C-V nochmals was in ihm steckt, wenn die Schleifer fest sitzen und brannte 45 Runden in die rote Spur. Da wäre ein Top 4 Resultat locker drin gewesen. Über die Endplatzierung legt der Schreiberling die Hülle des Schweigens.  

Peter Brand hatte seinen Sauber C9 AEG wieder perfekt vorbereiten, brannte 177,31 Runden in den Blue Track und stand damit auf dem Siegerpodest ganz oben.


Einen hartnäckigen Verfolger sollte es in der 4. Gruppe geben, in der Karl Daamen, Peter Berger, Michael Wilke und Thomas Müller antraten.

  Genau erst genannter Karl Daamen sollte es sein der die perfekte Fahrt von Brand noch gefährden könnte. Sein Denso Toyota 88C lief genauso Perfekt wie der C9. Bei gleicher Anzahl an Abflügen, hatte Karl jedoch das Pech, daß seine Abflüge mehr Zeit kosteten als die des C9. So standen am Laufende 177,08 Runden auf der Uhr. 2. Platz in der Endabrechnung. Dem Fahrer auf dem dritten Platz fehlten dann am Ende schon gute 4 Runden auf den 2. Platz, eine Welt. Michael Wilke konnte aber immerhin auch fast 2 Runden auf den viertplatzierten Artur Hollerith gutmachen. Artur hatte es dieses mal nicht geschafft, sein Auto kaputt zu reparieren.

Hier geht's zum Gesamtergebnis.

Dieses Rennen deutet es schon an, die Luft wird ganz arg dünn dort oben an der Tabellenspitze. Fehler darf man sich keine erlauben, das Auto sollte perfekt vorbereitet sein und der Technikgremlin am besten in der Schublade bleiben. Es wird sehr spannend sein zu sehen, wie sich Robärt Gottmann in seinem ersten Gruppe C Rennen schlagen wird. Wie gut wird des Vorjahresmeisters Martin Arnold neu aufgebauter Nissan R89C laufen? Wird der Vater-Tochter Zweikampf der Familie Ofner schmerzhaft sein und Wunden hinterlassen. Ich freue mich schon sakrisch auf die Fortsetzung am 08.02.08 auf dem Track bei Hotslot Munich.

Rotierende Grüße aus der Boxengasse.

Euer Mazfred